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Angst - verstehen, fühlen & loslassen

Aktualisiert: 12. Dez. 2025

In der heutigen schnelllebigen Welt fühlen sich viele Menschen von Ängsten und Unsicherheiten überwältigt. Diese Gefühle können uns daran hindern, unser volles Potenzial auszuschöpfen.


Angst ist ein Gefühl, das wir alle kennen. Sie zeigt uns Gefahren oder Unsicherheiten an und ist damit ein natürlicher Schutzmechanismus unseres Körpers. Doch oft reagieren wir nicht auf reale Bedrohungen, sondern auf alte Muster, Erfahrungen oder Sorgen über die Zukunft. Dann kann Angst schon mal lähmen, blockieren oder unser Handeln einschränken.


Was passiert im Gehirn, wenn wir Angst haben?


Angst aktiviert vor allem das Limbische System, insbesondere die Amygdala, das sogenannte Angstzentrum. Diese bewertet Bedrohungen blitzschnell und löst eine Kampf, Flucht oder Erstattungsreaktion aus. Gleichzeitig werden Stresshormone wie Cortisol und Adrenalin ausgeschüttet. Das führt zu erhöhter Herzfrequenz, schneller Atmung und Muskelanspannung.


Der präfrontale Cortex, der für unser rationales Denken zuständig ist, wird dabei oft kurzzeitig ausgeschaltet, deshalb fühlt sich Angst oft überwältigend an und wir reagieren instinktiv, ohne klar zu denken.



Die Bewertung der Angst - warum sie so wichtig ist


Nicht nur die Angst selbst ist entscheidend, sondern auch, wie wir sie bewerten.

Wenn wir Angst als gefährlich oder schlimm einstufen, entsteht oft Angst vor der Angst. Das kann zu einem Teufelskreis führen. Wir fürchten die körperlichen Reaktionen und die Gedanken die daraus resultieren und verstärken dann so die Stressreaktion im Körper.


Die Angst vor der Angst ist ein selbstverstärkender Mechanismus, den man verstehen, beobachten und schrittweise verändern kann. Mit Atem und Körperübungen sowie Glaubenssatzarbeit lernt das Gehirn, dass Angst kein Feind ist, sondern ein Signal unseres Körpers, der uns etwas mitteilen möchte.




3 Tipps, um Angst zu verstehen und loszulassen


  1. Fühlen, wahrnehmen & beobachten statt wegdrücken

    Spüre deine Angst bewusst im Körper, ohne sie zu bewerten. Akzeptanz der Angst ist der erste Schritt, um Druck rauszunehmen. Lass die Emotion einfach da sein und bewerte sie nicht.

  2. Hinterfrage und erkenne deine Angst

    Stell dir die Fragen:

    Ist die Angst wirklich real oder nur ein altes Muster? Welcher Glaubenssatz wird hier evtl. getriggert?

  3. Setze kleine Handlungen

    Mach kleine Schritte trotz der Angst, so trainierst du dein Gehirn, dass Angst nicht automatisch Gefahr bedeutet.



Nutze die Neuroplastizität


Das Wichtigste, was du über Angst wissen darfst, ist dass unser Gehirn nicht fest verdrahtet ist. Unser Gehirn ist plastisch, dass heißt, es kann neue Verbindungen schaffen.

Das bedeutet für unsere Ängste, dass diese neu programmiert werden können. Das nennt man Neuroplastizität. Jede neue Erfahrung, jede bewusste Entscheidung, jeder neue Gedanke verändert dein Gehirn. Wenn du jetzt beginnst, Angst nicht mehr zu vermeiden, sondern sie anders zu bewerten, neue sichere Erfahrungen zu machen, um alte Glaubenssätze zu hinterfragen, entstehen neue neuronale Wege in deinem Gehirn. So lernt dein Gehirn Schritt für Schritt, das Angst kein lebensbedrohliches Signal mehr ist.

Du bist jetzt handlungsfähig und sicher auch mit der Angst.


Methoden:


  • Glaubenssatzarbeit

    Alte Limitierende Glaubenssätze erkennen und bewusst verändern

  • Mentales Training

    Visualisieren, positive Erfahrungen wiederholen

  • Achtsamkeit & Meditation

    Stressreaktionen senken und die Amygdala beruhigen

  • Konfrontation in kleinen Schritten

    Exposure trainiert das Gehirn, dass die Angst nicht gefährlich ist




Nahaufnahme einer Person, die in einem Achtsamkeitskurs meditiert
Heilung beginnt dort, wo dein Gehirn merkt, dass es heute sicher ist.



 
 
 

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